2009 Val Maira
Freitag 31. Juli 2009 - Anreise nach Macra
Die Anfahrt am letzten Juli-Tag führte uns wie gewohnt über den San Berhardino. Hatten wir bei bedecktem Wetter auf der Alpennordseite noch auf besseres Wetter jenseits des Berhardino-Tunnels gehofft, wurden wir leider eines besseren belehrt: Ein heftiges Gewitter tobte in der Region Bellinzona. Zu allem Überfluss wurden wir unmittelbar vor der italienischen Grenze auf die LKW-Spur umgeleitet, wo wir ewig im Stau standen, weil diese Umleitung über den Bundesstraßen-Übergang in Chiasso geleitet wurde. Das Navi hat uns von der Autobahnausfahrt sw von Turin dann zwar noch über Mini-Straßen, aber dennoch zielsicher nach Macra zur Pension von Bruna Sardi gebracht. Wir sind in einer einfachen Wohnung am Ortsanfang untergebracht. Das Abendessen gibt es im kleinen Speiseraum im Haus von Bruna. Beim Abendessen sitzen wir mit einem Ehepaar aus Mönchengladbach am Tisch, das gerade auf den P.O. gewandert ist und insbesondere wegen des perfekten Wetters begeistert von der Tour war. Da unsere nächste geplante Unterkunft in Ruate Valle belegt ist, schlägt Bruna Sardi vor, die P.O. in umgekehrter Richtung (das sei auch die ursprüngliche Variante) zu laufen und reserviert die ersten drei Unterkünfte für uns: im Ceaglio in Marmora-Vernetti, beim agriturismo La Meja und in Chialvetta.
Das Abendessen ist klasse, gleichzeitig aber auch eine Showveranstaltung zusammen mit ihrem Sohn. Bruna kümmert sich fürsorglich um alles, man kann es auch geschäftstüchtig nennen. Als uns Bruna nach der gewünschten Frühstückszeit fragt, sagen wir "8 Uhr". In Ordnung, 8.30 Uhr, antwortet Bruna. Ein echter und typischer "Bruna".
|
Piemonteser |
und Murmeltiere |
Pferde am Passo del Preit |
Merens in Chialvetta |
Freitag 31. Juli 2009 - Anreise nach Macra
Die Anfahrt am letzten Juli-Tag führte uns wie gewohnt über den San Berhardino. Hatten wir bei bedecktem Wetter auf der Alpennordseite noch auf besseres Wetter jenseits des Berhardino-Tunnels gehofft, wurden wir leider eines besseren belehrt: Ein heftiges Gewitter tobte in der Region Bellinzona. Zu allem Überfluss wurden wir unmittelbar vor der italienischen Grenze auf die LKW-Spur umgeleitet, wo wir ewig im Stau standen, weil diese Umleitung über den Bundesstraßen-Übergang in Chiasso geleitet wurde. Das Navi hat uns von der Autobahnausfahrt sw von Turin dann zwar noch über Mini-Straßen, aber dennoch zielsicher nach Macra zur Pension von Bruna Sardi gebracht. Wir sind in einer einfachen Wohnung am Ortsanfang untergebracht. Das Abendessen gibt es im kleinen Speiseraum im Haus von Bruna. Beim Abendessen sitzen wir mit einem Ehepaar aus Mönchengladbach am Tisch, das gerade auf den P.O. gewandert ist und insbesondere wegen des perfekten Wetters begeistert von der Tour war. Da unsere nächste geplante Unterkunft in Ruate Valle belegt ist, schlägt Bruna Sardi vor, die P.O. in umgekehrter Richtung (das sei auch die ursprüngliche Variante) zu laufen und reserviert die ersten drei Unterkünfte für uns: im Ceaglio in Marmora-Vernetti, beim agriturismo La Meja und in Chialvetta.
Das Abendessen ist klasse, gleichzeitig aber auch eine Showveranstaltung zusammen mit ihrem Sohn. Bruna kümmert sich fürsorglich um alles, man kann es auch geschäftstüchtig nennen. Als uns Bruna nach der gewünschten Frühstückszeit fragt, sagen wir "8 Uhr". In Ordnung, 8.30 Uhr, antwortet Bruna. Ein echter und typischer "Bruna".
Samstag 01. August 2009 - Von Macra nach Marmora-Vernetti
Das Auto dürfen wir auf Brunas kleinem Hof parken. Bruna lässt sich nicht lumpen und fährt uns mit ihrer macchina zum P.O.-Einstieg an der Straße zwischen Macra und Celle di Macra. Am ersten P.O.-Wegweiser bremst sie und hält kurz an, um gleich wieder Gas zu geben, bevor wir auf den Gedanken kommen, schon aussteigen zu müssen. Nein, meint sie, besondere Gäste, die auch noch etwas italienisch sprechen können, fahre sie natürlich zu einem besseren Einstiegspunkt ein paar hundert Meter weiter, da müsse man nicht in so steilem Gelände loslaufen. Wir vermuten, dass Bruna das bei allen Gästen macht, die nach Vernetti wollen, aber wir freuen uns dennoch und schmunzeln über Brunas Schalk im Nacken und Ihre Begabung, die Leute für sich einzunehmen.
Über verschiedene kleine Weiler (Combe, Garini, Cucinetto), deren Häuser teils zu Ferienhäusern umgebaut wurden, teils verfallen sind, erreichen wir Colletto. Es geht immer wieder auf- und abwärts, auch auf der weiteren Wegstrecke bis Palent . Der Weg verläuft ab Colletto nördlich der Fahrstraße nach Palent und zieht zunächst nach Maurengo hinüber und dann SW nach Palent. Eigentlich ist Palent mit seinen gennepy-Feldern der nächste Posto tappa nach Macra, doch da Bruna nicht bei den "alten" posti tappa vorreserviert, sondern nur bei den "neuen" Stichwort: Valmaira in rosa), haben wir keine kurze Etappe zum Einlaufen, sondern eine mittellange.
Wir laufen durch Palent hindurch und weiter geht es sehr kurvig und mit stetem Auf und ab Richtung Westen zum Colle dell´Encucetto. Hier zweigt rechts die Variante nach Stroppo ab, wir gehen auf der Strada Napoleonica nach links (Süden) weiter. Bis Borgata superiore verläuft der Weg nun sehr angenehm, weil fast eben. Nach einer kurzen Rast an der Sitzgruppe gegenüber der Kapelle nehmen wir - den altbekannten GTA-Markierungen folgend - das letzte Teilstück nach Marmora-Vernetti in Angriff (gem. Wegweiser 35 Min, insges. ca. 6 Std).
Unser Gepäck ist bereits im "Ceaglio" (der Gepäcktransport hat durchaus was für sich!), leider aber informiert uns die Wirtin, dass wir zwei Nächte hier bleiben "können" (wie sagt der Jurist: Ermessensreduzierung auf Null!), da das vorgesehene nächste Etappenziel, das agriturismo La Meja, leider wider Erwarten belegt sei. Unsere erste Verärgerung über die ungeplante Verzögerung unserer Tour weicht, als wir das geräumige Blockhaus etwas unterhalb von Vernetti beziehen. Ein Schweizer, der sich vornehmlich um die vielen Schweizer Mountainbiker kümmert, macht uns für den nächsten Tag gleich ein paar Tourenvorschläge (z.B. Monte Buch). Das Essen (7 Gänge!) ist perfekt, das Ceaglio ist sogar auf Zölis eingestellt und hat glutenfreie Nudeln und Kekse vorrätig. Ich bin begeistert!
Sonntag 02. August 2009 - Marmora und seine Weiler
Der Wetterbericht hatte am Vorabend bereits Regen angekündigt und mein Mitwanderer hat eine Erkältung noch nicht ganz auskuriert, da kommt der Ruhetag ganz gelegen. Gegenüber Peter, dem Schweizer, äußere ich meine Bedenken über die Länge der nächsten Tagesetappe, da wir praktisch zwei Etappen an einem Tag gehen müssten. Er schlägt uns vor, dass wir uns von jemand vom Ceaglio bis zum Einstieg unterhalb des Mulopasses fahren lassen, das würden Wanderer öfters machen und die Leute vom Ceaglio würden das gegen einen kleinen Obulus gerne machen. Insoweit beruhigt, mache ich mich auf eine kleine Rundtour durch die zahlreichen Weiler von Marmora. Ich laufe zunächst das Sträßchen hinaus und über Biamondo mit seinem kleinen Kirchlein zur Kapelle San Sebastiano aus dem 15. Jh. An deren Straßenseite wurde eine große Glasscheibe eingesetzt, daneben ein Schalter für die Innenbeleuchtung. Zweckmäßig, aber nicht besonders schön! Von hier gehe ich weiter nach Arata, wo sich ebenfalls ein posto tappa befindet. Zunächst auf der Straße, dann auf dem P.O. gehe ich weiter nach Reinero. Durch das Dorf hindurch (vorbei an einem alten Haus mit unglaublich schiefem Dach und Kamin) komme ich zur Straße nach Borgata superiore. Bei der Kirche SS. Giorgio e Massimo beginnt es zu regnen. Meine Hoffnung, noch trockenen Fußes nach Vernetti zurück zu kommen, wird leider sehr schnell enttäuscht, bereits an unserer "Rast-Kapelle" des Vortages beginnt es zu schütten und ich suche Schutz unter dem Dachvorsprung des Kapelleneingangs, bis mich ein Bauer mit seinem Auto mit hinunter nach Vernetti nimmt. Er ist - wen wundert´s - überaus glücklich über den Regen, den die Viehweiden dringend brauchen: Der Regen sei gut für seine Wiesen, aber schlecht für uns. Wie wahr!
Montag 3. August 2009 - Von Marmora-Vernetti nach Acceglio
Um halb Acht gibt es Frühstück, pünktlich um 8 fahren wir los auf der Straße Richtung Colle d´Esischie. Auf rund 2000 Metern Höhe, wo rechts der P.O. zum Colle del mulo abzweigt, werden wir abgesetzt. Selbst mit dem Auto braucht man rd. 25 Min. bis hierher, also wirklich ein gutes Stück Zeitersparnis auf dieser Doppel-Etappe. Die Gehzeit zum passo mit 50 Min. ist sehr knapp angegeben, wir sind ca. 70 Min. unterwegs. Es ist noch recht frisch in dieser Höhe und am Passo dazu etwas zugig, so dass wir zügig weitermarschieren. Immerhin lassen wir damit auch schon den höchsten Punkt des heutigen Tages hinter uns. Vom "mulo" geht es zunächst etwas abwärts, dann an der nächsten Abzweigung rechts hinauf zum Colle d´Ancoccia und vorbei an der großartigen und imposanten Rocca La Meja zum Colle Margherina. Hier zweigt die MTB-Route links ab, wir halten uns rechts, kommen an der Alm Gias della Margherina vorbei und erreichen dann die Grangia Ciampasso mit dem Agroturismo La Meja am Col del Preit. Hier ist schon alles vorbereitet für die Zielankunft der 4. Etappe eines Radrennens durch die Valli Cuneesi. Jetzt wissen wir auch, warum das La Meja vergangene Nacht "dicht" war: überall sind die Fernseh- und Helferteams einquartiert! Am Pass geht es links hinauf und nach nicht allzu langer Zeit - teils auf einer alten Militärstraße und vorbei an einer riesigen Herde weißer Piemonteser mit Murmeltierbesuch - erreichen wir das herrlich gelegene Rifugio Gardetta des CAI, wo wir uns zwei Kannen heißen Tees gönnen, bevor es noch die letzten 100 Höhenmeter zum Passo della Gardetta hinauf geht. Über Stacheldraht bedeckte Hänge und vorbei an alten Stellungen, Mountainbike tragenden Hobbyradlern und einem Geländemotorrad, das mitten in der "Pampa" unterwegs ist, geht es schließlich nur noch abwärts. Über Viviere und Pratorotondo erreichen wir die Locanda in Chialvetta, wo eigentlich ein Zimmer für uns reserviert sein sollte. Betonung auf "sollte", denn alle Zimmer sind belegt. Wir sind nun doch ziemlich verärgert, dass bereits zum zweiten Mal eine von Bruna versprochene Zimmerreservierung nicht geklappt hat.
Daher mein Tipp an alle zukünftigen Mairatal-Wanderer: wenn ihr solche Überraschungen vermeiden wollt, ruft unbedingt zwei Tage vor dem Eintreffen am jeweiligen Quartier unbedingt nochmals selbst bei der Unterkunft an und vergewissert Euch bzgl. der Reservierung, damit ihr ggf. Euren Tourenplan noch umstellen könnt!
Wir sind allerdings schnell wieder besänftigt, als uns der Wirt des kleinen Hotels anbietet, uns ins Albergo Alpi Cozie nach Acceglio hinunter zu fahren. Das Gepäck sei bereits dort, ein Zimmer reserviert, und am nächsten Morgen würde uns der Sherpabus von Gianni Pilotto wieder von Acceglio nach Chialvetta bringen, damit wir unsere Tour wie geplant fortsetzen können. Auch wenn nicht alles so lief wie geplant, man kann sich trotzdem darauf verlassen, dass Bruna für einen Ersatz gesorgt hat und man am Ende der Tagesetappe nicht ohne Unterkunft da steht!
Dienstag 04. August 2009 - Rundtour Acceglio-Ussolo-Acceglio
Da mein Wanderpartner noch immer an einer Erkältung laboriert, hatten wir am Vorabend beschlossen, das Campo Base (dass nach Auskunft anderer Wanderer auch nicht so toll sein soll) als Etappenziel auszulassen und einen Ruhetag in Acceglio anzuhängen. Während er sich auskuriert, mache ich mich auf zu einer Kurzwanderung hinauf nach Ussolo. Zunächst nehme ich den Talweg südlich der Maira über Frere nach Santa Maddalena. Kurz vor dem Ort an der Straßenabzweigung nach Ussolo weist ein Wegweiser zur Capanna Ussolo direkt einen Hohlweg hinauf. Der schön angelegte Weg kürzt die Straße erfreulich ab. Auf Höhe einer Kapelle macht es plötzlich eine Art Donnerschlag und auf der anderen Talseite geht unter einer riesigen Staubwolke eine Gerölllawine ab.
An der Kirche in Ussolo zweige ich links ab, komme am posto tappa vorbei und folge der gelb-blauen Markierung (der Mairatal-Hauptweg ist gelb markiert, die Zubringerwege gelb-blau), die nach Prazzo superiore hinunter führt. Am Ortseingang führt eine Asphaltstraße nach rechts zur Hauptstraße hinunter. Dieser muss man ein Stück nach rechts folgen, bis links ein Weg zur Maira hinunter führt. Über Santa Maddalena und dann der Route des Hinweges folgend geht es schließlich zurück nach Acceglio. Für die Rundtour braucht man in gemächlicher Gangart ca. 4 bis 4 1/2 Stunden, genug bei Hitze und an einem Ruhetag!
Mittwoch 05. August 2009 - Von Acceglio nach San Michele
Um wieder auf die percorsi occitani zu kommen, haben wir uns den Zuweg von Acceglio ausgesucht, der bei den Almen "Grange Serri" wieder auf die P.O. trifft. Der Einstieg bei der Kirche in Acceglio ist nicht zu verfehlen. Die Markierung ist optimal, bis wir in einem Wald einen Bach überqueren. Direkt an der Querung haben wir noch eine Markierung, doch auf der anderen Bachseite finden sich zwar unzählige Trampelpfade von Rindviechern, aber keine Markierungen mehr. Auf der Suche nach dem Weg entdeckt mein Wanderkamerad sogar ein totes Rind, das etwas oberhalb im Bachbett liegt und noch die Glocke um den Hals hat. Schließlich entdecken wir wieder eine Markierung, aber kurz vor den Grange Serri finden wir erneut keine. Während ich geradeaus einer breiteren Wegspur folge, geht mein Freund rechts hinauf. Er findet schließlich den Steig wieder, doch ich bin bereits so weit in steilem und sandigem Gelände, dass ich nicht mehr umkehren möchte, zumal der Geländevorsprung oben nicht mehr weit ist. Das Gelände ist unangenehm, aber es gibt hin und wieder ein paar der sehr dornigen Sträucher an denen man sich etwas hinauf ziehen kann. Als ich die Geländekante erreicht habe empfängt mich das Gekläffe einer ganzen Horde Hunde von der nahen Grange Serri sottano. An der Grange Serri die Mezzo informieren wir einen Bauer über den Fundort der toten Kuh.
An der Grange Serri soprano weist uns ein Mann die Richtung zum markierten Weg. Zwischen den weidenden Piemontesern müssen wir aber wieder eineige Zeit nach einer Markierung suchen. Schließlich erreichen wir den Pass-Übergang an der Punta Culour. In Grangia Chioligliera stoßen wir auf ein Sträßchen, dem wir folgen, bis GTA und P.O. links abzweigen. Es folgt noch einmal ein satter Anstieg in der Mittagshitze! Doch als dieser gemeistert ist, geht es bis Castiglione nur noch bergab (wir haben ab der Abzweigung statt der angegebenen 1 1/2 Stunden rund 2 Stunden benötigt). Von Castiglione ist es nur noch ein kurzes Stück auf der Straße bis zum Posto tappa in Villa. Das Abendessen geniessen wir unter den Arkaden des "Palazzo" in San Michele, direkt gegenüber der herrlichen Fassade der Kirche.
Die Kirche und der Palazzo in San Michele waren für mich der Höhepunkt der Tour, ich kann nur jedem empfehlen, hier Station zu machen!!
Donnerstag 06. August 2009 - Von San Michele nach Clari
Start ist um 8 Uhr 20. Zunächst folgen wir der Straße nach S. Vittore, in der ersten Rechtskurve geht es aber gleich links hinauf bis man wieder auf die Straße trifft. Hier links und durch Allemandi hindurch, den wegweisern zum Colle San Michele folgend. Von Allemandi aus geht man immer geradeaus, alle Abzweigungen (an denen die Markierung teilweise zu wünschen übrig lässt) muss man ignorieren! Vom Pass aus geht es zunächst eben weiter, bis einige stramme Kehren hinunter nach Chiosso Superiore ziehen. Auf der Straße erreichen wir über Dao schließlich wunderbar ruhige Clari nach insgesamt 4 Stunden. Nachmittags erkunde ich das nahe Elva, wo es wesentlich geschäftiger zugeht. In dem kleinen Laden kaufe ich mir ein Stück eines himmlischen Toma ;-)) und besichtige natürlich die Kirche mit den Bemalungen von Hans Klemer.
Dass Essen im agriturismo war - ich brauche es wohl kaum zu erwähnen - so wie es auch bisher bei allen Unterkünften war: hervorragend!
Freitag 07. August 2009 - Von Clari nach Ruate Valle
Heute ist schon der vorletzte Tag unserer Tour und wir verlassen Clari in Richtung Elva und erreichen über Mattalia und die Grangia Varua den Colle San Giovanni mit seiner Kapelle. Hier darf man man nicht dem gut sichtbaren Weg nach links folgen, sondern der bekannten gelben Markierung geradeaus. Auf dem nahezu höhengleichen, kurzen Weg zum zum Colle Bettone kreuzen ein paar Gämsen unseren weg. Von dort kürzen die P.O. viele Straßenkehren ab. Am Ortseingang von San Martino superiore führt der Weg links durch das Dorf und hinunter nach San Martino inferiore. An der Straße geht man ein kleines Stück nach links, bis rechts der Weg in Richtung Macra abzweigt. Nach ein paar Minuten muss man an der Weggabelung dem Weg nach links folgen. Über Ciamino und Rocca Castello kommen wir - nach einer Bachquerung mit vielen umgestürzten Bäumen (bei Regen vermutlich nicht ganz ungefährlich!) - nach Cucchinales sotano. Auf der Straße oberhalb des Ortes geht es rechts weiter bis links die Straße nach Morinesio abzweigt. Kurz nach dieser Abzweigung folgt rechts die Abzweigung nach Ruata Valle. Während das Wetter am Vormiitag wolkig war mit viel Sonnenschein, gab es am Nachmittag ein Gewitter mit extremem Starkregen, das wir allerdings schon von unserem Zimmerfenster aus "begutachten" konnten.
Da noch ein in der benachbarten Ferienwohnung ein deutsches Ehepaar Quartier hat, kocht die Wirtin noch etwas für uns vier, verlässt uns dann aber dem Servieren, da im nahegelegen Hauptort am Abend ein Fest stattfindet. Wir sind ziemlich müde und haben daher keine Lust mehr auf das Fest, obwohl es natürlich sicherlich sehr schön gewesen wäre...
Samstag 08. August 2009 - Von Ruata Valle nach Macra
Da die Wiesen vom Vortagesregen noch sehr feucht sind, entschließen wir uns, direkt zur Mairatal-Staatsstraße abzusteigen und auf dieser - wenig erbaulich, zumal am Samstag wider die Wochenendurlauber zu ihren Ferienhäuschen fahren - zurück nach Macra zu laufen. Unser Gepäck ist noch nicht da, aber Bruna Sardi ruft Gianni Pilotti an und wir treffen uns wenig später mit ihm zur Gepäckübergabe. Da es noch früh am Tag ist und auch Bruna keine Zimmer mehr frei hat, treten wir gleich die Rückreise nach Deutschland an.
Die Anfahrt am letzten Juli-Tag führte uns wie gewohnt über den San Berhardino. Hatten wir bei bedecktem Wetter auf der Alpennordseite noch auf besseres Wetter jenseits des Berhardino-Tunnels gehofft, wurden wir leider eines besseren belehrt: Ein heftiges Gewitter tobte in der Region Bellinzona. Zu allem Überfluss wurden wir unmittelbar vor der italienischen Grenze auf die LKW-Spur umgeleitet, wo wir ewig im Stau standen, weil diese Umleitung über den Bundesstraßen-Übergang in Chiasso geleitet wurde. Das Navi hat uns von der Autobahnausfahrt sw von Turin dann zwar noch über Mini-Straßen, aber dennoch zielsicher nach Macra zur Pension von Bruna Sardi gebracht. Wir sind in einer einfachen Wohnung am Ortsanfang untergebracht. Das Abendessen gibt es im kleinen Speiseraum im Haus von Bruna. Beim Abendessen sitzen wir mit einem Ehepaar aus Mönchengladbach am Tisch, das gerade auf den P.O. gewandert ist und insbesondere wegen des perfekten Wetters begeistert von der Tour war. Da unsere nächste geplante Unterkunft in Ruate Valle belegt ist, schlägt Bruna Sardi vor, die P.O. in umgekehrter Richtung (das sei auch die ursprüngliche Variante) zu laufen und reserviert die ersten drei Unterkünfte für uns: im Ceaglio in Marmora-Vernetti, beim agriturismo La Meja und in Chialvetta.
Das Abendessen ist klasse, gleichzeitig aber auch eine Showveranstaltung zusammen mit ihrem Sohn. Bruna kümmert sich fürsorglich um alles, man kann es auch geschäftstüchtig nennen. Als uns Bruna nach der gewünschten Frühstückszeit fragt, sagen wir "8 Uhr". In Ordnung, 8.30 Uhr, antwortet Bruna. Ein echter und typischer "Bruna".
Samstag 01. August 2009 - Von Macra nach Marmora-Vernetti
Das Auto dürfen wir auf Brunas kleinem Hof parken. Bruna lässt sich nicht lumpen und fährt uns mit ihrer macchina zum P.O.-Einstieg an der Straße zwischen Macra und Celle di Macra. Am ersten P.O.-Wegweiser bremst sie und hält kurz an, um gleich wieder Gas zu geben, bevor wir auf den Gedanken kommen, schon aussteigen zu müssen. Nein, meint sie, besondere Gäste, die auch noch etwas italienisch sprechen können, fahre sie natürlich zu einem besseren Einstiegspunkt ein paar hundert Meter weiter, da müsse man nicht in so steilem Gelände loslaufen. Wir vermuten, dass Bruna das bei allen Gästen macht, die nach Vernetti wollen, aber wir freuen uns dennoch und schmunzeln über Brunas Schalk im Nacken und Ihre Begabung, die Leute für sich einzunehmen.
Über verschiedene kleine Weiler (Combe, Garini, Cucinetto), deren Häuser teils zu Ferienhäusern umgebaut wurden, teils verfallen sind, erreichen wir Colletto. Es geht immer wieder auf- und abwärts, auch auf der weiteren Wegstrecke bis Palent . Der Weg verläuft ab Colletto nördlich der Fahrstraße nach Palent und zieht zunächst nach Maurengo hinüber und dann SW nach Palent. Eigentlich ist Palent mit seinen gennepy-Feldern der nächste Posto tappa nach Macra, doch da Bruna nicht bei den "alten" posti tappa vorreserviert, sondern nur bei den "neuen" Stichwort: Valmaira in rosa), haben wir keine kurze Etappe zum Einlaufen, sondern eine mittellange.
Wir laufen durch Palent hindurch und weiter geht es sehr kurvig und mit stetem Auf und ab Richtung Westen zum Colle dell´Encucetto. Hier zweigt rechts die Variante nach Stroppo ab, wir gehen auf der Strada Napoleonica nach links (Süden) weiter. Bis Borgata superiore verläuft der Weg nun sehr angenehm, weil fast eben. Nach einer kurzen Rast an der Sitzgruppe gegenüber der Kapelle nehmen wir - den altbekannten GTA-Markierungen folgend - das letzte Teilstück nach Marmora-Vernetti in Angriff (gem. Wegweiser 35 Min, insges. ca. 6 Std).
Unser Gepäck ist bereits im "Ceaglio" (der Gepäcktransport hat durchaus was für sich!), leider aber informiert uns die Wirtin, dass wir zwei Nächte hier bleiben "können" (wie sagt der Jurist: Ermessensreduzierung auf Null!), da das vorgesehene nächste Etappenziel, das agriturismo La Meja, leider wider Erwarten belegt sei. Unsere erste Verärgerung über die ungeplante Verzögerung unserer Tour weicht, als wir das geräumige Blockhaus etwas unterhalb von Vernetti beziehen. Ein Schweizer, der sich vornehmlich um die vielen Schweizer Mountainbiker kümmert, macht uns für den nächsten Tag gleich ein paar Tourenvorschläge (z.B. Monte Buch). Das Essen (7 Gänge!) ist perfekt, das Ceaglio ist sogar auf Zölis eingestellt und hat glutenfreie Nudeln und Kekse vorrätig. Ich bin begeistert!
Sonntag 02. August 2009 - Marmora und seine Weiler
Der Wetterbericht hatte am Vorabend bereits Regen angekündigt und mein Mitwanderer hat eine Erkältung noch nicht ganz auskuriert, da kommt der Ruhetag ganz gelegen. Gegenüber Peter, dem Schweizer, äußere ich meine Bedenken über die Länge der nächsten Tagesetappe, da wir praktisch zwei Etappen an einem Tag gehen müssten. Er schlägt uns vor, dass wir uns von jemand vom Ceaglio bis zum Einstieg unterhalb des Mulopasses fahren lassen, das würden Wanderer öfters machen und die Leute vom Ceaglio würden das gegen einen kleinen Obulus gerne machen. Insoweit beruhigt, mache ich mich auf eine kleine Rundtour durch die zahlreichen Weiler von Marmora. Ich laufe zunächst das Sträßchen hinaus und über Biamondo mit seinem kleinen Kirchlein zur Kapelle San Sebastiano aus dem 15. Jh. An deren Straßenseite wurde eine große Glasscheibe eingesetzt, daneben ein Schalter für die Innenbeleuchtung. Zweckmäßig, aber nicht besonders schön! Von hier gehe ich weiter nach Arata, wo sich ebenfalls ein posto tappa befindet. Zunächst auf der Straße, dann auf dem P.O. gehe ich weiter nach Reinero. Durch das Dorf hindurch (vorbei an einem alten Haus mit unglaublich schiefem Dach und Kamin) komme ich zur Straße nach Borgata superiore. Bei der Kirche SS. Giorgio e Massimo beginnt es zu regnen. Meine Hoffnung, noch trockenen Fußes nach Vernetti zurück zu kommen, wird leider sehr schnell enttäuscht, bereits an unserer "Rast-Kapelle" des Vortages beginnt es zu schütten und ich suche Schutz unter dem Dachvorsprung des Kapelleneingangs, bis mich ein Bauer mit seinem Auto mit hinunter nach Vernetti nimmt. Er ist - wen wundert´s - überaus glücklich über den Regen, den die Viehweiden dringend brauchen: Der Regen sei gut für seine Wiesen, aber schlecht für uns. Wie wahr!
Montag 3. August 2009 - Von Marmora-Vernetti nach Acceglio
Um halb Acht gibt es Frühstück, pünktlich um 8 fahren wir los auf der Straße Richtung Colle d´Esischie. Auf rund 2000 Metern Höhe, wo rechts der P.O. zum Colle del mulo abzweigt, werden wir abgesetzt. Selbst mit dem Auto braucht man rd. 25 Min. bis hierher, also wirklich ein gutes Stück Zeitersparnis auf dieser Doppel-Etappe. Die Gehzeit zum passo mit 50 Min. ist sehr knapp angegeben, wir sind ca. 70 Min. unterwegs. Es ist noch recht frisch in dieser Höhe und am Passo dazu etwas zugig, so dass wir zügig weitermarschieren. Immerhin lassen wir damit auch schon den höchsten Punkt des heutigen Tages hinter uns. Vom "mulo" geht es zunächst etwas abwärts, dann an der nächsten Abzweigung rechts hinauf zum Colle d´Ancoccia und vorbei an der großartigen und imposanten Rocca La Meja zum Colle Margherina. Hier zweigt die MTB-Route links ab, wir halten uns rechts, kommen an der Alm Gias della Margherina vorbei und erreichen dann die Grangia Ciampasso mit dem Agroturismo La Meja am Col del Preit. Hier ist schon alles vorbereitet für die Zielankunft der 4. Etappe eines Radrennens durch die Valli Cuneesi. Jetzt wissen wir auch, warum das La Meja vergangene Nacht "dicht" war: überall sind die Fernseh- und Helferteams einquartiert! Am Pass geht es links hinauf und nach nicht allzu langer Zeit - teils auf einer alten Militärstraße und vorbei an einer riesigen Herde weißer Piemonteser mit Murmeltierbesuch - erreichen wir das herrlich gelegene Rifugio Gardetta des CAI, wo wir uns zwei Kannen heißen Tees gönnen, bevor es noch die letzten 100 Höhenmeter zum Passo della Gardetta hinauf geht. Über Stacheldraht bedeckte Hänge und vorbei an alten Stellungen, Mountainbike tragenden Hobbyradlern und einem Geländemotorrad, das mitten in der "Pampa" unterwegs ist, geht es schließlich nur noch abwärts. Über Viviere und Pratorotondo erreichen wir die Locanda in Chialvetta, wo eigentlich ein Zimmer für uns reserviert sein sollte. Betonung auf "sollte", denn alle Zimmer sind belegt. Wir sind nun doch ziemlich verärgert, dass bereits zum zweiten Mal eine von Bruna versprochene Zimmerreservierung nicht geklappt hat.
Daher mein Tipp an alle zukünftigen Mairatal-Wanderer: wenn ihr solche Überraschungen vermeiden wollt, ruft unbedingt zwei Tage vor dem Eintreffen am jeweiligen Quartier unbedingt nochmals selbst bei der Unterkunft an und vergewissert Euch bzgl. der Reservierung, damit ihr ggf. Euren Tourenplan noch umstellen könnt!
Wir sind allerdings schnell wieder besänftigt, als uns der Wirt des kleinen Hotels anbietet, uns ins Albergo Alpi Cozie nach Acceglio hinunter zu fahren. Das Gepäck sei bereits dort, ein Zimmer reserviert, und am nächsten Morgen würde uns der Sherpabus von Gianni Pilotto wieder von Acceglio nach Chialvetta bringen, damit wir unsere Tour wie geplant fortsetzen können. Auch wenn nicht alles so lief wie geplant, man kann sich trotzdem darauf verlassen, dass Bruna für einen Ersatz gesorgt hat und man am Ende der Tagesetappe nicht ohne Unterkunft da steht!
Dienstag 04. August 2009 - Rundtour Acceglio-Ussolo-Acceglio
Da mein Wanderpartner noch immer an einer Erkältung laboriert, hatten wir am Vorabend beschlossen, das Campo Base (dass nach Auskunft anderer Wanderer auch nicht so toll sein soll) als Etappenziel auszulassen und einen Ruhetag in Acceglio anzuhängen. Während er sich auskuriert, mache ich mich auf zu einer Kurzwanderung hinauf nach Ussolo. Zunächst nehme ich den Talweg südlich der Maira über Frere nach Santa Maddalena. Kurz vor dem Ort an der Straßenabzweigung nach Ussolo weist ein Wegweiser zur Capanna Ussolo direkt einen Hohlweg hinauf. Der schön angelegte Weg kürzt die Straße erfreulich ab. Auf Höhe einer Kapelle macht es plötzlich eine Art Donnerschlag und auf der anderen Talseite geht unter einer riesigen Staubwolke eine Gerölllawine ab.
An der Kirche in Ussolo zweige ich links ab, komme am posto tappa vorbei und folge der gelb-blauen Markierung (der Mairatal-Hauptweg ist gelb markiert, die Zubringerwege gelb-blau), die nach Prazzo superiore hinunter führt. Am Ortseingang führt eine Asphaltstraße nach rechts zur Hauptstraße hinunter. Dieser muss man ein Stück nach rechts folgen, bis links ein Weg zur Maira hinunter führt. Über Santa Maddalena und dann der Route des Hinweges folgend geht es schließlich zurück nach Acceglio. Für die Rundtour braucht man in gemächlicher Gangart ca. 4 bis 4 1/2 Stunden, genug bei Hitze und an einem Ruhetag!
Mittwoch 05. August 2009 - Von Acceglio nach San Michele
Um wieder auf die percorsi occitani zu kommen, haben wir uns den Zuweg von Acceglio ausgesucht, der bei den Almen "Grange Serri" wieder auf die P.O. trifft. Der Einstieg bei der Kirche in Acceglio ist nicht zu verfehlen. Die Markierung ist optimal, bis wir in einem Wald einen Bach überqueren. Direkt an der Querung haben wir noch eine Markierung, doch auf der anderen Bachseite finden sich zwar unzählige Trampelpfade von Rindviechern, aber keine Markierungen mehr. Auf der Suche nach dem Weg entdeckt mein Wanderkamerad sogar ein totes Rind, das etwas oberhalb im Bachbett liegt und noch die Glocke um den Hals hat. Schließlich entdecken wir wieder eine Markierung, aber kurz vor den Grange Serri finden wir erneut keine. Während ich geradeaus einer breiteren Wegspur folge, geht mein Freund rechts hinauf. Er findet schließlich den Steig wieder, doch ich bin bereits so weit in steilem und sandigem Gelände, dass ich nicht mehr umkehren möchte, zumal der Geländevorsprung oben nicht mehr weit ist. Das Gelände ist unangenehm, aber es gibt hin und wieder ein paar der sehr dornigen Sträucher an denen man sich etwas hinauf ziehen kann. Als ich die Geländekante erreicht habe empfängt mich das Gekläffe einer ganzen Horde Hunde von der nahen Grange Serri sottano. An der Grange Serri die Mezzo informieren wir einen Bauer über den Fundort der toten Kuh.
An der Grange Serri soprano weist uns ein Mann die Richtung zum markierten Weg. Zwischen den weidenden Piemontesern müssen wir aber wieder eineige Zeit nach einer Markierung suchen. Schließlich erreichen wir den Pass-Übergang an der Punta Culour. In Grangia Chioligliera stoßen wir auf ein Sträßchen, dem wir folgen, bis GTA und P.O. links abzweigen. Es folgt noch einmal ein satter Anstieg in der Mittagshitze! Doch als dieser gemeistert ist, geht es bis Castiglione nur noch bergab (wir haben ab der Abzweigung statt der angegebenen 1 1/2 Stunden rund 2 Stunden benötigt). Von Castiglione ist es nur noch ein kurzes Stück auf der Straße bis zum Posto tappa in Villa. Das Abendessen geniessen wir unter den Arkaden des "Palazzo" in San Michele, direkt gegenüber der herrlichen Fassade der Kirche.
Die Kirche und der Palazzo in San Michele waren für mich der Höhepunkt der Tour, ich kann nur jedem empfehlen, hier Station zu machen!!
Donnerstag 06. August 2009 - Von San Michele nach Clari
Start ist um 8 Uhr 20. Zunächst folgen wir der Straße nach S. Vittore, in der ersten Rechtskurve geht es aber gleich links hinauf bis man wieder auf die Straße trifft. Hier links und durch Allemandi hindurch, den wegweisern zum Colle San Michele folgend. Von Allemandi aus geht man immer geradeaus, alle Abzweigungen (an denen die Markierung teilweise zu wünschen übrig lässt) muss man ignorieren! Vom Pass aus geht es zunächst eben weiter, bis einige stramme Kehren hinunter nach Chiosso Superiore ziehen. Auf der Straße erreichen wir über Dao schließlich wunderbar ruhige Clari nach insgesamt 4 Stunden. Nachmittags erkunde ich das nahe Elva, wo es wesentlich geschäftiger zugeht. In dem kleinen Laden kaufe ich mir ein Stück eines himmlischen Toma ;-)) und besichtige natürlich die Kirche mit den Bemalungen von Hans Klemer.
Dass Essen im agriturismo war - ich brauche es wohl kaum zu erwähnen - so wie es auch bisher bei allen Unterkünften war: hervorragend!
Freitag 07. August 2009 - Von Clari nach Ruate Valle
Heute ist schon der vorletzte Tag unserer Tour und wir verlassen Clari in Richtung Elva und erreichen über Mattalia und die Grangia Varua den Colle San Giovanni mit seiner Kapelle. Hier darf man man nicht dem gut sichtbaren Weg nach links folgen, sondern der bekannten gelben Markierung geradeaus. Auf dem nahezu höhengleichen, kurzen Weg zum zum Colle Bettone kreuzen ein paar Gämsen unseren weg. Von dort kürzen die P.O. viele Straßenkehren ab. Am Ortseingang von San Martino superiore führt der Weg links durch das Dorf und hinunter nach San Martino inferiore. An der Straße geht man ein kleines Stück nach links, bis rechts der Weg in Richtung Macra abzweigt. Nach ein paar Minuten muss man an der Weggabelung dem Weg nach links folgen. Über Ciamino und Rocca Castello kommen wir - nach einer Bachquerung mit vielen umgestürzten Bäumen (bei Regen vermutlich nicht ganz ungefährlich!) - nach Cucchinales sotano. Auf der Straße oberhalb des Ortes geht es rechts weiter bis links die Straße nach Morinesio abzweigt. Kurz nach dieser Abzweigung folgt rechts die Abzweigung nach Ruata Valle. Während das Wetter am Vormiitag wolkig war mit viel Sonnenschein, gab es am Nachmittag ein Gewitter mit extremem Starkregen, das wir allerdings schon von unserem Zimmerfenster aus "begutachten" konnten.
Da noch ein in der benachbarten Ferienwohnung ein deutsches Ehepaar Quartier hat, kocht die Wirtin noch etwas für uns vier, verlässt uns dann aber dem Servieren, da im nahegelegen Hauptort am Abend ein Fest stattfindet. Wir sind ziemlich müde und haben daher keine Lust mehr auf das Fest, obwohl es natürlich sicherlich sehr schön gewesen wäre...
Samstag 08. August 2009 - Von Ruata Valle nach Macra
Da die Wiesen vom Vortagesregen noch sehr feucht sind, entschließen wir uns, direkt zur Mairatal-Staatsstraße abzusteigen und auf dieser - wenig erbaulich, zumal am Samstag wider die Wochenendurlauber zu ihren Ferienhäuschen fahren - zurück nach Macra zu laufen. Unser Gepäck ist noch nicht da, aber Bruna Sardi ruft Gianni Pilotti an und wir treffen uns wenig später mit ihm zur Gepäckübergabe. Da es noch früh am Tag ist und auch Bruna keine Zimmer mehr frei hat, treten wir gleich die Rückreise nach Deutschland an.